Jorrit Bosch, MdB

Ich bin Mitglied beim Bündnis gegen Sportwetten-Werbung geworden, denn als überzeugter Fußballfan erlebe ich selbst, wie Sportwetten-Werbung in unseren Stadien, auf Trikots und in sozialen Medien immer weiter um sich greift. Was früher die Ausnahme war, ist heute allgegenwärtig und das hat Folgen: 1,23 Millionen Menschen in Deutschland haben eine diagnostizierbare Glücksspielstörung, viele davon durch Sportwetten.

Fußball steht für Leidenschaft und Gemeinschaft – nicht für Sucht und Schulden. Doch die Glücksspielindustrie investiert hunderte Millionen Euro pro Jahr in Werbung, die genau das befeuert. Vereine und Staat verdienen mit, während Betroffene und ihre Familien die Rechnung zahlen.

Als stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss des Bundestages sehe ich täglich, welche Verantwortung Sport und Politik gemeinsam tragen und wie die bisherige Regulierung von Sportwetten-Werbung die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages massiv untergräbt. Sportwetten sind kein Teil des Sports, auch wenn die Industrie das gerne so vermarktet. Deshalb werde ich mich konsequent für eine strengere Regulierung einsetzen. So kann und darf es nicht weitergehen.

Foto: Cornelius von Haugwitz

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